Mrz
09

Gegenwärtig kursiert in der -Mitgliedschaft ein Aufruf, den angeblichen Linkstrend in dieser Partei zu stoppen. Der Landesverband der und besonders dessen Vorsitzender, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, hätten gegenwärtig allen Grund, den Rechtstrend in ihrer Landtagsfraktion zu stoppen. Es ist wohl ohne Beispiel, dass der Pressesprecher der Fraktion einer demokratischen Partei einem Blatt ein Interview gibt, zu dessen wesentlichen Merkmalen — so das Sächsische Landesamt für Verfassungsschutz – die „Verunglimpfung demokratischer Institutionen” sowie die „Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen, verbunden mit antisemitischen Äußerungen”, gehören.

“Die sächsische sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie mit Distanzlosigkeit zur DVU, deren ehemaliger Bundesvorsitzender Gerhard Frey noch immer Herausgeber der „National-Zeitung“ ist, gleichzeitig deren Bündnispartner aufwertet. Ich halte dieses Interview keineswegs für einen entschuldbaren Lapsus”, sagt  Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion der LINKEN im Landtag.

“Für mich stellt es ein weiteres Indiz für die Öffnung der sächsischen nach rechts dar. Immerhin war Fraktionspressesprecher Dirk Reelfs vor seiner jetzigen Tätigkeit in gleicher Funktion für den damaligen Minister und heutigen Fraktionsvorsitzenden Steffen Flath tätig. Es ist kaum vorstellbar, dass ein Interview mit solch politischer Tragweite ohne den Segen des Fraktionsvorsitzenden erfolgt ist. Immerhin hat der fragende Redakteur der „National-Zeitung” keinen Zweifel daran gelassen, für welches Presseorgan die Antworten gedacht waren. Es ist wohl müßig, darauf zu hoffen, dass die Rechtsausleger in der sächsischen gestoppt werden.

Eine Distanzierung der Fraktionsspitze von dieser politischen Geschmacklosigkeit ist allerdings angebracht und überfällig.”

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Mrz
08

In einem Interview mit telpolis unter dem Titel Wenig transparent und der Bedeutung unangemessen fordert Wolfgang Neskovic eine Reform der Richterwahl. “Während in den USA die Kandidaten einer zum Teil tagelangen öffentlichen Anhörung unterliegen, ist das hiesige Verfahren nur wenig transparent und der Bedeutung der Verfassungsrichter schlechterdings unangemessen. Meine Fraktion wird daher noch in dieser Legislatur einen Vorschlag für die Änderung der Vorschriften über die Richterwahl in den Bundestag einbringen.”

Eine Reform ist angesichts der Bedeutung des Amtes dringend notwendig. “Insbesondere im linken politischen Denken wird die Macht der Bundesverfassungsrichter sträflich unterschätzt. Ronald Reagan hat einmal gesagt: “Die Wahl eines Richters zum Obersten Gerichtshof ersetzt 20 Jahre Kongressarbeit.” Die Äußerung zeigt, dass Konservative die machpolitische Seite der Richterwahl gewissermaßen als Teil ihres genetisch-politischen Programms ansehen.”

Auch wenn das nicht von allen geteilt werden kann:

Heribert Prantl bezeichnete die Tatsache, dass die Verfassungsrichter von den Parteien nominiert wurden und in der Vergangenheit trotzdem relativ unabhängig entschieden, einmal als “Wunder von Karlsruhe”. Wie stehen die Chancen, dass dieser wundersame Zustand in der Zukunft anhält?

Wolfgang Neskovic: Im Grundsatz teile ich die Auffassung von Herrn Prantl. Es ist schon erstaunlich, wie sich die Richterkollegen am Bundesverfassungsgericht von den sie nominierenden Parteien emanzipieren. Ausnahmen bestätigen da eher die Regel.

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Mrz
07
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Feb
28
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Feb
26

Die versuchen, ihre Niederlage in wieder wett zu machen und wollen nun in Chemnitz demonstrieren (5. März, 18.00 Uhr vom Bahnhof). Wir wollen sie stoppen. Es gibt ein tolles Bündnis mit breitestmöglicher Unterstützung und mit der Oberbürgermeisterin (SPD) an der Spitze. (siehe unten)

Zum Chemnitzer Friedenstag gibt es am ganzen Tag traditionell (seit 2002) viele Aktionen in der ganzen Stadt (auch von einem breiten Bündnis getragen). In der Regel hatte der Republikaner Kohlmann an diesem Tag versucht, einen Trauermarsch in Gedenken an die Bombardierung zu organisieren. Letztes Jahr waren ca. 100-200 unterwegs und wir konnten die nicht wirklich stoppen.
Dieses Jahr gibt es viele angemeldete Orte (für potentielle Blockaden) und die Hauptkundgebung 16.00 Uhr auf dem Theaterplatz, wo die OB sprechen wird und dann alle auffordern wird (hoffentlich), sich den entgegenzustellen, die 500 Meter entfernt auf dem Bahnhofsvorplatz losmarschieren wollen. Alle Unterstützer wollen in ihren Kreisen für
größtmögliche Beteiligung mobilisieren. Die verdi-Jugend spricht von 25 Bussen aus der Region.

Jede/r ist natürlich herzlich willkommen, sich mal die Gegend um den Bahnhof herum anzusehen und mit uns dazustehen.

Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz – Kein Platz für

Aufruf

Liebe Chemnitzerinnen und Chemnitzer,

es geht um unsere Stadt: Lassen wir nicht zu, dass den Chemnitzer Friedenstag vereinnahmen, um ihre Ideologien zu verbreiten.

Wir bitten alle  Bürgerinnen und Bürger, wir bitten Freunde unserer Stadt, sich am 5. März zu bekennen: zu einem demokratischen und friedlichen, zu einem toleranten und weltoffenen Chemnitz.

Wir rufen auf, ab 16 Uhr auf dem Theaterplatz unser Bündnis zu unterstützen. Setzen wir uns gemeinsam und ohne Gewalt dafür ein, dass in unserer Stadt keinen Platz finden.

Bisher haben den Aufruf unterzeichnet:

Frank Beermann                               Generalmusikdirektor

Axel Brückom                                    SPD-Stadtratsfraktion Chemnitz

Nico Brünler                                        Vorsitzender DIE LINKE.Chemnitz

Karl Clauss Dietel                              Formgestalter

Ulrich Geissler                                    Geschäftsführer CWE

Reiner Gebhardt                                 Sprecher der Geschäftsführung Erdgas Südsachsen GmbH

Carl-Ernst Giesting                           Vorstandsvorsitzender envia Mitteldeutsche Energie AG

Hubert Gintschel                                Stadtratsfraktion Die Linke

Frank Heinrich                                     MdB

Dr. Bernhard Helmich                       Generalintendant

Hanka Kliese                                          MdL SPD

Stephan Kühn                                       MdB Bündnis 90/Die Grünen

Monika Lazar                                        MdB Bündnis 90/Die Grünen

Michael Leutert                                    MdB DIE LINKE

Enrico Lübbe                                         Schauspieldirektor

Barbara Ludwig                                    Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Heidemarie Lüth                                  Bürgermeisterin

Ibrahim Mannaa                                   Vereinigung der Freunde Palästinas

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes      Rektor TU Chemnitz

Ingrid Mössinger                                  Direktorin Kunstsammlungen Chemnitz

Michael Quast                                        Geschäftsführer CMT

Miko Runkel                                           Bürgermeister

Sven Schulze                                         Vorsitzender SPD Chemnitz

Justin Sonder                                         Ehrenvorsitzender VVN-BdA

Sabine Zimmermann                          Vorsitzende DGB Region Südwestsachsen

Das Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz hat für den Chemnitzer Friedenstag am 5. März eine Veranstaltung auf dem Theaterplatz angemeldet. Ziel ist, eine Vereinnahmung durch zu verhindern.

Die Unterstützerliste ist für alle Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Verbände offen. Wer in die Unterstützerliste aufgenommen werden möchte, meldet sich per E-Mail an koordinierungsstelleLAP@stadt-chemnitz.de

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