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schreibt die ZEIT in der aktuellen Ausgabe vom 6. Juli am Beispiel Hamburg. Dort wurde in den letzten Jahren viel privatisiert, der Schuldenstand stieg trotzdem weiter. .

“Kürzlich hatte sich Dresden komplett entschuldet, indem es seinen gesamten Bestand an das amerikanische Unternehmen Fortress verkaufte. Ein Vorbild für Hamburg? Nein, sagt Senator Peiner. “Wir haben die Frage lange diskutiert. Aber ein Hedge Fonds ist einfach der falsche Partner.” Jeder sechste Hamburger lebt in einer der rund 138000 städtischen Wohnungen.

Die städtische Wohnungsgesellschaft erzielt 100 Millionen Euro Gewinn

Das kommunale Wohnungsunternehmen Saga GWG erfüllt strukturpolitische und soziale Aufgaben. Zum Beispiel im Hamburger Stadtteil Veddel, wo 60 Prozent der Bewohner Migranten sind. Die Straßen auf der citynahen Elbinsel mit S-Bahn-Anschluss sind gesäumt von Wohnblocks aus Backstein, die – genau wie die Finanzbehörde – der frühere Oberbaudirektor Schumacher entwarf. Jetzt vermietet die Saga dort günstig Wohnungen an Studenten, um den Stadtteil besser zu durchmischen. Sie hat Kneipen und Läden angesiedelt und ein Veranstaltungszentrum gegründet, das sie später einem privaten Betreiber überlassen will. Das Ziel: aus einem drohenden sozialen Brennpunkt ein Viertel mit Zukunft zu machen. Wenn die Kommunen Einfluss auf die Entwicklung einzelner Stadtteile nehmen können, verhindert das soziale Folgekosten.

Gleichzeitig arbeitet die Saga rentabel. Rund 100 Millionen Euro Gewinn fährt sie pro Jahr an die Stadt ab. Ihren Wert schätzen Experten auf sieben Milliarden Euro. Abzüglich der Verbindlichkeiten blieben drei Milliarden, damit wären nur 12 Prozent von Hamburgs Schulden zu tilgen. “Es ist auch betriebswirtschaftlich viel sinnvoller, das Unternehmen zu halten”, sagt Vorstandschef Lutz Basse. “Was nützt es, wenn die Stadt 3,5 bis 4 Prozent Schuldzinsen spart, dafür aber auf unsere Rendite verzichtet – die einschließlich Wertzuwachs 7 Prozent beträgt?”

Aber nicht nur in Dresden gibts einige, die andere Meinung sind. Man muss nur die gegenwärtige “Kampagne” der Leipziger Volkszeitung verfolgen, die immer wieder auf die grossartigen Segnungen des Verkaufens verweisen, und das gleiche für die Leipziger LWB fordern…

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