In einer Landtagsdebatte zu Qimonda am 10. Dezember, die von der Linksfraktion beantragt worden war, fordert diese ein “klares Bekenntnis zum Erhalt des Chip-Herstellers in Dresden”
Werde das Unternehmen nicht gerettet, sei neben Arbeitslosigkeit auch die Abwanderung hochqualifizierter Ingenieure zu befürchten, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Karl-Friedrich Zais. Mit Qimonda stehe ein «Herzstück» des Silicon Saxony und gleichzeitig der größte private Arbeitgeber in Dresden auf dem Spiel.
berichtet der Internetdienst financial.de
Auch die Industriegewerkschaft Metall appellierte an die Landesregierung, ihre Verantwortung für den angeschlagenen Chiphersteller wahrzunehmen. Gewerkschaftsfunktionär Wigand Cramer sagte dem Sender MDR Info, dass Hilfe nur noch von außen kommen könne. Einwände, wonach der Freistaat nicht mit Steuergeldern helfen könne, wies er zurück. Immerhin seien 40 Prozent des Werkes vom Land finanziert worden.
Bei den aktuellen “Geheimverhandlungen” geht es um Hilfen in Höhe von 300 Mio. Euro.
Qimonda könnte das Geld in Form von Krediten, Bürgschaften oder einer Beteiligung von den Sachsen erhalten. Hilfen durch den Freistaat rufen allerdings die EU-Wettbewerbshüter auf den Plan: “Bisher ist noch nichts angemeldet. Jede Hilfe dieser Höhe müsste vorab von der Kommission genehmigt werden”, sagte ein Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Weniger problematisch als Kredite oder Bürgschaften wäre eine direkte Beteiligung: Sachsen hielt von 2000 bis 2004 schon einmal Anteile am Dresdner Infineon-Werk.








Dezember 13th, 2008 at 15:48
Verwendungen von öffentlichen Mitteln für Milliardäre?
SO mal zu Weihnachten?
Das Leben eines vom Erfrierungstod gefährdeten Obdachlosen währ mir da wichtiger. Vorbeugungsmaßnahmen schlagen da auch nicht SO zu Buche.
Wenn Rettung des Standortes, dann doch bitte mit der direkten Beteiligung. 40% Landesfinanzierung (schon gezahlt) + Restübernahme zum Abschreibungswert macht 100% VEB Qimonda. Da kann sich die UNI mit den öffentlichen Forschungsgeldern richtig in das Zeug legen.
Schön wenn dann der Freistaat Sachsen wirklich in die Lage versetzt wird Arbeitsplätze zu halten, zu schaffen oder mal was Wertvolles zu produzieren.
SO mal nachgedacht.