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Es lebe die Demokratie!

Heute wollte ich doch, nur um den Informationsstream bei twitter zu vervollständigen, auch den eigentlich belanglosen tweets der FDP Sachsen folgen.

Leider musste ich feststellen, dass die FDP ausdrücklich DIE LINKE geblockt hat, den tweets zu folgen ist damit nicht möglich.
Die FDP Sachsen vertreibt sich also damit die Zeit, die LINKEN zu mobben. Neben solchen grandiosen Vorschlägen wie Steuern senken natürlich, obwohl jeder weiß, dass das der Landtag gar nicht nicht kann. Außer die Strategen der FDP offenbar.

Vielleicht ein kleiner Hinweis: Demokratie lebt vom Wettstreit der Meinungen und der Diskussion – politisch organisiert in Parteien und Wählervereinigungen. Das ist eine Form der Parteienpluralität. Und Absterben von Pluralität bedeutet Verkrustung und Stillstand. Dies kann keiner wollen, denn Pluralität ist die Essenz von demokratischer Legitimation.

Noch besser aber macht es die Junge Union in Thüringen. Die setzen auf Mitglieder der Jungen Union als “Undercoverstörtrupps” bei Auftritten des Kandidaten Bodo Ramelow.
Schön, wenn schon junge Menschen den Wert einer Demokratie so verinnerlicht haben, wie die JU-Thüringen oder die FDP Sachsen.

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7 Kommentare

  • Kommentar von Freund der Freiheit
    August 28th, 2009 at 23:11

    Sie fühlen sich gemobbt, weil Sie angeblich keine Ihrer Meinung nach belanglosen Tweets lesen dürfen?

    Soll das jetzt Wahlkampf sein?! Oder ist da eine Leberwurst schwer beleidigt?

  • Kommentar von Rico
    September 1st, 2009 at 15:36

    Hier geht es nicht um beleidigte Leberwürste, sondern um demokratische Grundprinzipien. Niemand hätte wohl ein Problem, wenn etwa die NPD – so die überhaupt twittert – geblockt werden würde. Aber die linke Volkspartei zu blocken, das ist mehr als billig. Aber wiederum eben auch passend zur FDP.

    Dass die tweets belanglos sind, sehe nicht nur ich so. Sondern etwa auch die der FDP doch ansonsten mehr als positiv eingestellte WELT http://rt.nu/1yl

  • Kommentar von na klar
    September 2nd, 2009 at 21:57

    Lieber Rico,

    zur Demokratie gehört – und zwar ebenso absolut, wie das Dauerquatschen – gerade das Nichtzuhörendürfen und ohne, dafür beschimpft zu werden. Ich erinnere hier an die netztechnischen Blockaden gegen Parteimitglieder aus der Sozialfraktion im Landtag, oder noch cooler, die sich nach wenigen Tagen selbst auflösenden Kommentare des Forums der Leipziger Linkspartei auf deren ehemaliger Website oder gar das Verschwinden der archivierten Demokratie in linken Blog-Netzen. So herzlich, wie in dieser Stadt-Partei habe ich noch nie über die Verirrung von Demokratie lachen müssen. Das Internetgurkenorgan “Twitter” ist ja nicht der Ausdruck eines Demokratieverständnisses, welches man ansonsten recht beredt aus linken Kreisen der FDP schon zugesteht, gelle.

    Nichts für ungut, hin und wieder soll ja auch die Parteilinke mal zu Wort kommen, wenns schon mit dem Nachbarn nicht ganz klappt. Inzwischen muß man verstehen, daß die Linkspartei ihren Definitionsgrundanspruch in diesen und weiteren Fragen nach 2007 selbst in Zweifel gezogen hat, da sie das System ja eigentlich so (mit)regierungswürdig findet.

    Solange die FDP Euern Twitter nicht stört, ist sie nicht im Raum, na und?

    —–
    na klar