Dez
08

Die LINKE drängt auf einen Strategie zur Rettung des „Leuchtturms“ Quimonda, teilt Andre Hahn, Fraktionschef der LINKEN im Sächsischen LAndtag in einer Mitteilung mit. Nach einem Treffen der Linksfraktion mit Betriebsräten von Qimonda und Wigand Cramer von der Bezirksleitung der IG Metall will dIE LINKE die Rettung der Dresdner Chipindustrie zum Thema im Landtag machen.

Die Staatsregierung wird am Donnerstag Farbe bekennen müssen, wie sie ihren Leuchtturm Halbleiterindustrie in schwerer Krise zu unterstützen beabsichtigt: AMD und Infineon wurden mit milliardenschwerer Hilfe durch die Steuerzahler nach Dresden geholt – 37 Prozent des Wertes der Produktionsstätten sind investierte Steuergelder.

Die LINKE fordert die Staatsregierung auf, alles zu tun, damit diese öffentlichen Mittel nicht verloren sind.

Es reicht nicht, alle paar Tage potenzielle Investoren ins Spiel zu bringen, die dann ebenso öffentlich absagen. So werden politische Aktivitäten vorgetäuscht, ohne dass eine wirkliche Strategie erkennbar ist. Ungeachtet der kritikwürdigen einseitigen Leuchtturm-Fixierung der sächsischen Wirtschaftspolitik wäre es fatal für Sachsen, wenn nun einer dieser wenigen Leuchttürme von der Landkarte verschwinden würde.

Hahn fordert eine Prüfung aller Rettungsoption einschließlich einer Staatsbeteiligung. Aber eine Beteiligung ohne wirkliche Mitsprache ist nach seiner Auffassung angesichts des offenkundigen Versagen des Managements unverantwortlich. Dennoch,

Statt sich mit Managern in einen „Interview-Krieg“ zu verstricken, sollten Ministerpräsident und Wirtschaftsminister lieber ein klares Konzept entwickeln und dem Parlament schnellstmöglich zur Entscheidung vorlegen.

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Dez
05

Die Sächsische Zeitung vom 5. Dezember berichtet vomn den unschönen Seiten der Globalisierung.

US-Konzern Cypress schließt Designcenter

Die Entwicklung statischer Speicherchips in Dresden geht nach mehr als 20 Jahren zu Ende. Sie wird in Indien fortgesetzt.

Die Amerikaner beenden eine Geschichte, die bereits in den 1980er-Jahre begonnen hatte. Damals entwickelten Ingenieure des Zentrums für Forschung und Technologie Mikroelektronik Dresden nichtflüssige statische Speicher (NV-SRAM). 1995 wurde darauf der US-Chipentwickler Simtek aufmerksam.

Die Dresdner Simtek-Mannschaft wurde zur Europa-Zentrale, hatte mit ihren NV-SRAM-Lösungen für Computertechnik und Automobilelektronik einen großen Anteil am Erfolg – letztendlich aber vergebens. Im vergangenen September wurde Simtek von Cypress Semiconductor gekauft, für umgerechnet 36,3 Millionen Euro. Nun waren die Kalifornier Monopolist für NV-SRAM-Chips.

Noch kurz vor der Übernahme soll Cypress den Beschäftigten in Dresden den Ausbau der Niederlassung versprochen haben. Nun gehen die Entwicklungsarbeiten nach Indien. Dort betreibt Cypress zwei Designzentren in Bangalore und Hyderabat. Die indischen Chipentwickler erhalten dem Vernehmen nach einen weit geringeren Lohn als ihre sächsischen Kollegen.

Alan S. Blinder von der Universität Princeton – ehemaliger FED Vice Chairman und Präsidentenberater, lange Zeit ein Streiter für die Prinzipien des freien Handels sieht mittlerweile sieht erhebliche Risiken bei der Globalisierung zukommen.

Allerdings spricht er sich nicht für Protektionismus als Gegenmaßnahme aus, sondern dafür, dass Bildung und Ausbildung in den USA auf ein Niveau gebracht werden, von dem aus Unternehmen nicht einfach Arbeitsstellen dadurch zu ersetzen können, dass sie ins Ausland verlegt werden.

Das läßt sich unterschreiben, allerdings frage ich mich, ob er Globalisierung richtig verstanden hat, wenn er behauptet

Die modernen Telekommunikationsmedien haben seiner Ansicht nach die Regeln des Spiels verändert und die alten volkswirtschaftlichen Theorien dadurch modifiziert. Immerhin erlaubt die heutige Telekommunikationstechnologie von überall auf der Welt Angebote und moderne Services jederzeit bereitzustellen oder zu liefern.

Genau die moderne Kommunikation ist nach Ansicht der meisten Theoretiker eine der Grundlagen der Globalisierung. Aber, wie Cypress zeigt, selbst hoch ausgebildete Mitarbeiter müssen das globalisierte Lohngefälle fürchten.

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Dez
02

Im Handelsblatt beschreibt Joachim Hofer den Subventionswettlauf um Unternehmen der Chipbranche.

Ein paar Jahre ist es schon her, da hat der damalige Intel-Chef Craig Barrett eine neue Chipfabrik in Irland eröffnet.

Brav bedankte sich der irische Ministerpräsident Bertie Ahern für die Milliardeninvestition und forderte den Manager auf, doch bald wieder auf der Insel zu bauen. Die Antwort des Managers aus Amerika fiel deutlich aus: Solange Steuern, Löhne und Lebenshaltungskosten in Irland niedriger seien als anderswo in Europa, komme der Halbleiterkonzern gerne, beschied Barrett dem verdutzten Politiker.

Auch Sachsen hat einige Milliarden in den Aufbau von Silicon Saxony investiert. Was soll man nun machen? AMD ist gerade mit Hilfe arabiscxhen Geldes gerettet worden, Oqimonda droht Anfang nächsten Jahres die Insolvenz. Betriebsergebnisse werden schon gar nicht mehr veröffentlicht, angeblich um bereitstehende Investoren nicht zu vergraulen, Branchen insider sprechen davon, dass es nichts mehr zu veröffentlichen gäbe.

Was also nun tun?

Gerade macht sich Sachsen daran, den hochdefizitären Halbleiterproduzenten Qimonda vor dem Untergang zu retten. Aus sächsischer Perspektive ist das durchaus vernünftig, denn in der Landeshauptstadt Dresden betreibt der Konzern ein großes Werk. Selbst aus deutscher Sicht lässt sich so ein Schritt begründen. Ginge Qimonda pleite, würde viel Know-how in der Mikroelektronik verlorengehen. Denn auch Zulieferer wären betroffen.

Allerdings ist Sachsen da nicht allein. Weltweit werden große Summen investiert.
“Dies ist einer der Gründe, warum es viel zu viele Chipfabriken gibt, die für eine riesige Überkapazität sorgen. Die Folge sind tiefrote Zahlen zahlreicher Anbieter insbesondere auf dem Feld der Speicherchips, auf dem Qimonda tätig ist. In diesem Bereich haben staatliche Interventionen geradezu Tradition.”

Die weit verbreiteten Subventionen führen jedoch dazu, dass die Anbieter stets dort investieren, wo es gerade am meisten zu holen gibt. So baut AMD die nächste Fabrik nicht in Dresden, wo die beiden anderen Werke des Konzerns stehen, sondern in den USA. Weil der Transport der kleinen Bausteine wenig kostet, ist es im Grunde egal, wo die Produktionsstätten sind. Dies erhöht die Gefahr, dass Firmen trotz hoher Zuschüsse nach einigen Jahren wieder abziehen.

Nachvollziehbar scheint dennoch die Auffassung,

statt in Beton und Maschinen in die Ausbildung zu investieren. Wenn der Staat Forschungseinrichtungen und Universitäten fördert und diese sich gut entwickeln, dann zieht das die Konzerne an. Neue Firmen entstehen, es werden Arbeitsplätze geschaffen. In diesem Fall gilt dasselbe wie bei den Subventionen: Die weltweit agierenden Unternehmen können es sich einfach nicht leisten, darauf zu verzichten. Den Steuerzahler kommt es aber wesentlich billiger.

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Okt
11

Katja Kipping, MdB

14.30 Uhr: Rede von MdB Katja Kipping zu den Aufgaben und Zielen der Partei im Wahljahr 2009 “Der Mensch zuerst! Mit Mut Zukunft entwerfen!”

14.54 Uhr: Eröffnung der Debatte zum Antrag “Der Mensch zuerst! Mit Mut Zukunft entwerfen!”

14.57 Uhr: Erster Redner: Siegfried Schlegel, Stadtrat in Leipzig – zum Thema Wohnungs- und Sozialpolitik und zum Leipziger Bürgerbegehren. Es folgen Jayne-Ann Igel und Stefan Hartmann. Lange Antragsdebatte, es reden 19 Menschen. Bisher. Weiterlesen “LiveBlogging 3 vom Landesparteitag der Linken in Markneukirchen”

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Okt
11

Der Landesparteitag von Oben

(wird ständig aktualisiert) Weiterlesen “LiveBlogging vom Landesparteitag der Linken in Markneukirchen”

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