
(Nicht nur) Mit einem neuen Blog machen die Berliner auf die neue Verwendungsmöglichkeit alter, gebrauchter Transparente aufmerksam. Dort kann man auch bestellen.
Alte Linke in neuem Design. Politik to go. Die pc-Tasche, ob mit oder ohne PC. Wasserabweisend und robust, früher PDS-Transpi, heute Umhängetasche. Nicht nur für Nostalgiker, das Understatement für den Alltag. Auch für Antideutsche, genäht in Deutschland nach Mindestlohnkonditionen. Rot, weiß, schwarz, grün, erkennbar unverkennbar. Recycling hat einen neuen Namen, wer sind die Ökos?
Über ein Jahrzehnt Parteigeschichte in all ihren Facetten. Immer wieder neu, immer wieder anders.
Ein Projekt des guten Geschmacks! Zwei Formate, alle Taschen Unikate.
Angucken www.transformate.wordpress.com und bestellen trans4mate@gmail.com
Die telepolis analysiert das Phänomen Sarkozy.
Dass die regierende Rechte mit ihrer “neuen” Methode bisher relativ gut “durchkommt”, liegt nicht ausschließlich an ihr selbst. Auf der Gegenseite hat sie es mit geschwächten Kräften zu tun. Die politische Linke ist zersplittert. Über Grundsatzfragen -”Wie hältst Du es mit einer potenziellen Regierungsbeteiligung?”, “Ist der Neoliberalismus oder der Kapitalismus das zu überwindende Problem?” – herrscht eine heillose Verwirrung und organisatorische Aufspaltung, während vor allem im Abschnitt 2006/07 der Röhrenblick auf die Wahlen und die Beteiligung an ihnen überwog. Die Gewerkschaften sind in die Defensive gedrängt.
Einige Debatten der Linken sind bekannt, das Phänomen Sarkozy ist neu. Eine Erklärungsmöglichkeit liefert der von der SO! und der “Zeit” geschätzte französische Philosoph Alain Badiou. Das “Phänomen Sarkozy” sieht er als einen “Neopétainismus”, wobei er darunter nicht einen Faschismus oder Neofaschismus im engeren Sinne versteht…
Es mangelt an Büchern über die Linkspartei, schreibt Matthias Meisner im Tagesspiegel. Zuletzt ernsthaft hat sich der Historiker Christian von Ditfurth 1998 unter dem Titel „Ostalgie oder linke Alternative“ der PDS gewidmet. Fast zehn Jahre später, deren Vereinigung mit der WASG zur neuen Partei „Die Linke“ steht kurz bevor, wendet sich der Göttinger Politikwissenschaftler Franz Walter dem im Osten geborenen Wesen zu, das sich verspätet anschickt, zur gesamtdeutschen Partei zu werden. Zu seinem Autorenkollektiv gehören vor allem seine Studenten, und die haben kurz vor dem Vereinigungsparteitag am kommenden Wochenende in Berlin eine Fleißarbeit vollbracht. Akribisch haben sie untersucht, wie alles anfing mit der Protestpartei WASG, die die Vorlage bieten sollte für den gemeinsamen Wahlantritt des früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine und des ehemaligen PDS-Chefs Gregor Gysi bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005. Doch sind Walter und seine Mitautoren bei dieser Analyse auf halbem Weg stecken geblieben. Sie beschreiben zwar detailliert, welche Treffen der späteren WASG-Gründung vorausgingen, lassen aber die entscheidende Perspektive aus – die Kopfgeburt von Lafontaine und Gysi. Die nämlich hatten sich schon vor Gerhard Schröders überraschender Neuwahlankündigung über ihren eigenen Überraschungscoup verständigt, der für die weitere Entwicklung zur Partei „Die Linken“ wesentlich wichtiger werden sollte als die Bewegung „von unten“. Dass die WASG nur ein paar Tausend Mitglieder hat, die neue Linke mithin bis heute eine PDS plus Lafontaine ist, wird nicht hinterfragt, auch das ambivalente Verhältnis zu den Gewerkschaften kaum thematisiert. Weitere Schräglagen der Analyse ergeben sich, wenn es um das politische Personal des Parteienbündnisses geht – so gilt etwa der im Geschäft der Partei praktisch nicht mehr bedeutende André Brie für die Autoren als „Vordenker“, der in der PDS und künftig auch in der Linkspartei als Bundesgeschäftsführer einflussreiche Dietmar Bartsch kommt im Tableau der Macher hingegen gar nicht vor. Ehrlich ist wenigstens, dass der Titel des Walter-Buches mit einem Fragezeichen endet – um die Antwort auf die Frage nach der dauerhaften Verankerung des Lafontaine-Gysi-Bündnisses im Westen mogeln sich die Wissenschaftler lieber herum.
Das von Franz Walter herausgegebene und im Verlag für Sozialwissenschaften erschienene Buch hat 345 Seiten und kostet 26,90 Euro.
Am Wochenende werden in Dortmund die Parteitage von Linkspartei und WASG tagen, um endgültig über ihre Fusion zu entscheiden. Derweil arbeitet sich der designierte Vorsitzende Oskar Lafontaine an seiner Ex-Partei ab. Ein Artikel in der aktuellen ZEIT von Christoph Seils.
Der designierte Vorsitzende der Linken: Oskar Lafontaine © Sean Gallup/Getty Images
meint Axel Troost, MdB in einem Interview mit der WASG-Bundeszeitung DIE NEUE LINKE. Berlin darf kein Präzedenzfall für eine Sparkassen-Privatisierung werden. Wenn genügend Berlinerinnen und Berliner sagen „Sparkasse an Finanzinvestor oder Großbank? Nicht mit mir!“, wird Berlin ein Präzedenzfall dafür, dass Bürgerengagement den Einstieg von Großbanken oder Finanzinvestoren in den Sparkassensektor verhindern kann – trotz Auflagen von EU und trotz Bankenmacht! Das Verkaufsverfahren läuft bereits. Bis zum 22. März müssen die Bieter ein unverbindliches Angebot vorlegen, vermutlich bis Juni ein verbindliches Angebot. Dann entscheidet der Senat und letztlich das Berliner Abgeordnetenhaus über den Verkauf. Eine Aktion „Sparkasse an Finanzinvestor oder Großbank? Nicht mit mir!“ soll profit-orientierten Bietern zeigen: Ohne Kunden ist die Sparkasse nur halb soviel wert. Das macht Sinn bis zur Abgabe des verbindlichen Gebotes, also bis Juni.
Weiterlesen “Sparkasse an Finanzinvestor oder Großbank? Berliner Sparkassen-KundInnen können es verhindern!”