Apr
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Nach einer aktuellen “Studie” der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft liegt die Stadt Dresden im Wirtschaftsvergleich auf Platz 8 im Osten. Sie weist damit in Sachsen das höchste Wirtschafts- und Wohlstandsniveau auf.

Dennoch liegt die Landeshauptstadt bundesweit betrachtet nur auf Rang 300 und damit im unteren Mittelfeld. Innerhalb Ostdeutschland liegt Dresden auf Rang 8 nach Jena (Rang 243), Potsdam (252) und den Landkreisen Potsdam-Mittelmark (270) und Dahme-Spreewald (277) aus Brandenburg sowie Hildburghausen (280), dem Wartburgkreis (284) und Sonneberg (295) aus Thüringen.

Die restlichen sächsischen Kreise liegen noch dahinter, Meißen (337) auf Platz 22 und die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (339) auf Platz 23 im Ost-Vergleich. Chemnitz rangiert auf Rang 344 (Ost: 28), Leipzig auf Rang 386 (Ost: 64). Sachsenweites Schlusslicht ist der Studie zufolge noch hinter der Stadt Leipzig der Landkreis Görlitz auf Platz 401. Nicht wirklich bemerkenswert, aber dennoch auffällig,

generell liegen die neuen Bundesländer auch 20 Jahre nach dem Mauerfall noch weit hinter dem Westen. Unter den letzten 25 im Vergleich finden sich 24 Kreise und kreisfreie Städte aus den neuen Bundesländern und mit Gelsenkirchen nur eine Stadt aus dem Westen.

Es kann festgehalten werden: Ostdeutschland hat einen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problemdruck, der langsam – und durch die Wirtschaftskrise verstärkt – in der ganzen Republik ankommt, etwa wenn man nach Gelsenkirchen schaut. Die Lösung ist allerdings nicht, wenn der Solidarpakt angegriffen wird, sondern nur gemeinsam mit den Menschen, die im Osten leben, die sich gegen Ausgrenzung stemmen, und die neue Ideen im Stadtumbau, in einer älter werdenden und schrumpfenden Gesellschaft verwirklichen. LINKE Vorschläge für eine neue Chance für den Osten wie diese, sind auch realistische Politikangebote für strukturschwache Gebiete im Westen.

Abschließend sei aber auf den generellen Wert solcher Studien verwiesen. Noch im Herbst 2008 war Dresden aus einem Vergleich deutscher Großstädte der INSM und der «Wirtschaftswoche» noch als wirtschaftlich dynamischste Stadt Deutschlands bezeichnet worden. Wurden da andere Statistiken gefälscht?

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